In vielen Unternehmen existieren zwei sehr unterschiedliche Realitäten der internen Kommunikation. Die erste spielt sich in der Zentrale ab. Informationen zirkulieren über E-Mail, werden im Intranet veröffentlicht oder im Newsletter zusammengefasst. Allgemeine Meetings, Präsentationen und interne Plattformen sorgen dafür, dass neue Strategien, Projekte oder Initiativen schnell kommuniziert werden.
Die zweite Realität sieht anders aus. Sie beginnt dort, wo kein Schreibtisch steht: in Filialen, auf Baustellen, im Lager, auf der Station oder in der Produktion. Informationen werden dort oft beim Schichtwechsel weitergegeben, über Aushänge am schwarzen Brett oder über informelle Gespräche im Team.
Das Problem ist selten mangelnder Wille. Vielmehr ist interne Kommunikation historisch für Büroarbeitsplätze gebaut worden. Für Mitarbeitende, die täglich vor einem Bildschirm sitzen. Für viele Frontline-Mitarbeiter – besonders in der Mitarbeiterkommunikation im Einzelhandel oder in operativen Bereichen – funktionieren diese Kanäle jedoch nur eingeschränkt oder gar nicht.